Ackerbürgerhäuser: Wenn Hof und Scheune zum Wohnraum werden
Die Altstadt gilt als typisches Beispiel einer brandenburgischen Ackerbürgerstadt, deren Straßen und Häuser saniert wurden. Ein Ackerbürgerhaus hatte eine Hofzufahrt, dahinter Scheune und Stall, und solche Nebengebäude können später zu Wohnungen oder Werkstätten geworden sein. Wo ein Nebengebäude hinzukam, mussten Wasser- und Abwasserleitungen über den Hof verlängert werden. Solche Verlängerungen können Schwachstellen sein.
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Das Gefälle der Abwasserleitung stimmt nicht immer, Verbindungen wurden mit unterschiedlichen Materialien hergestellt, und unter dem Hofpflaster verlaufende Rohre sieht niemand. Ein feuchter Streifen im Pflaster, ein Gurgeln aus dem Ablauf oder ein Wasserzähler, der trotz geschlossener Hähne rollt, sind die ersten Hinweise. Wer ein solches Haus kauft oder erbt, fragt nach dem Leitungsplan und danach, wann Hof- und Nebengebäudeleitungen zuletzt geprüft wurden. Ein Fachbetrieb kann mit Ortungsgerät feststellen, wo die Leitung verläuft, ohne den Hof aufzureißen.
