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Keller unter Wasser?

Rückstau und Keller in Berlin: Schutz vor Abwasser

Ist der Kanal bei Starkregen überlastet, kann Abwasser in die Hausleitung zurückdrücken und im Keller austreten. Wir vermitteln einen geprüften Partnerbetrieb, der Rückstausicherung und Hebeanlage prüfen und instand setzen kann.

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Kellergang eines Berliner Altbaus: Fachkraft öffnet den Revisionsschacht im Boden, um die Rückstausicherung zu prüfen

Woran Sie es erkennen

  • Aus Bodenablauf, Waschbecken oder WC im Keller steigt Abwasser auf
  • Nach Starkregen gluckert es in den Abflüssen
  • Die Rückstauklappe lässt sich nicht mehr bewegen oder bleibt offen
  • Die Hebeanlage meldet Störung oder pumpt nicht mehr
  • Es riecht im Kellergang nach Kanal

Was Sie selbst tun können

  • Elektrogeräte im Keller nur vom Netz nehmen, wenn der Raum trocken und der Sicherungskasten gefahrlos erreichbar ist
  • Wasserstand und Schaden fotografieren, Datum und Wetterlage notieren
  • Wertsachen und Lagergut aus dem Keller tragen
  • Hausverwaltung oder Eigentümer unverzüglich informieren
  • Nichts in die Abflüsse spülen und Wasch- oder Spülmaschine nicht laufen lassen

Wie Rückstau entsteht

Rückstau bedeutet: Der Kanal ist überlastet, das Abwasser sucht sich den Weg zurück ins Haus. Nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe geschieht das bei Starkregen. Rund ein Viertel der Stadt, vor allem innerhalb des S-Bahn-Rings, wird über eine Mischkanalisation entwässert, in der Schmutz- und Regenwasser gemeinsam fließen. Gefährdet sind Anlagen unterhalb der Rückstauebene – im Altbau können das Kellerabgänge, Waschküchen und Souterrainräume sein, aber auch Bodenabläufe in Hinterhöfen.

Wer sichern muss

Die Abwasserbeseitigungssatzung der Wasserbetriebe verlangt sinngemäß, dass Ausgüsse, Toiletten, Bodenabläufe und ähnliche Entwässerungsstellen vom Einleiter gegen Rückstau gesichert werden. Der Anschlussnehmer verantwortet den ordnungsgemäßen Zustand der Anlage. Für Schäden aus Starkregen oder Hochwasser besteht gegen die Wasserbetriebe laut Satzung kein Schadenersatzanspruch. Mieter sprechen mit der Hausverwaltung, was im Haus vorhanden ist und wer die Prüfung veranlasst.

Rückstauklappe, Hebeanlage, Wartung

  • Zur Sicherung kommen Rückstauverschlüsse oder Hebeanlagen infrage.
  • Wer Dusche, WC oder Waschmaschine tiefer als die Rückstauebene betreibt, schützt sich am sichersten mit einer Abwasserhebeanlage.
  • Beide Einrichtungen funktionieren nur, wenn sie gewartet werden: regelmäßig nach Herstellerangabe und DIN 1986-3.
  • Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass fehlende Wartung den Versicherungsschutz gefährden kann.
  • Notieren Sie Prüfungen schriftlich.
  • Feuchttücher und Essensreste gehören in den Hausmüll, sonst legen sie Pumpen und Klappen lahm.

Versicherung und Dokumentation

Schäden durch Rückstau sind nicht automatisch versichert; üblicherweise braucht es dafür einen zusätzlichen Elementarschaden-Baustein. Üblicherweise ist für das Gebäude die Wohngebäudeversicherung, für Hausrat die Hausratversicherung vorgesehen; was im Einzelfall gilt, klärt Ihre Versicherung. Halten Sie den Schaden fotografisch fest und heben Sie Nachweise zu den Anlagenprüfungen auf. Rechtliche Fragen beantwortet der Mieterverein oder eine Anwältin beziehungsweise ein Anwalt.

Häufige Fragen

Frage nicht dabei? Dann rufen Sie an.

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Woran erkenne ich, ob ein Ablauf unter der Rückstauebene liegt?

Als Rückstauebene gilt in der Regel die Höhe der Straßenoberfläche an der Anschlussstelle. Liegt ein Ablauf tiefer, etwa im Keller, braucht er eine Sicherung. Ermittelt wird das fachgerecht am Gebäude.

Wie arbeitet eine Hebeanlage?

Das Abwasser läuft in einen Sammelbehälter und wird von einer Pumpe über eine Schleife nach oben in die Leitung gefördert. Nach Angaben der Wasserbetriebe ist das der sicherste Schutz für Stellen unterhalb der Rückstauebene.

Was tun, wenn die Hebeanlage Störung meldet?

Keine weiteren Abwässer einleiten, also Spülung, Waschmaschine und Dusche ruhen lassen. Melden Sie die Störung dem Eigentümer oder der Hausverwaltung; Eingriffe an Pumpe und Steuerung sind Fachsache.

Was gilt bei Wasser im Keller und feuchten Steckdosen?

Berühren Sie nichts, was nass ist. Strom nur über einen trockenen, gefahrlos erreichbaren Sicherungskasten abschalten und eine Elektrofachkraft hinzuziehen; dann dokumentieren und die Hausverwaltung informieren.

Plakat lesen, Nummer mitnehmen

Unter 01579 2841433 beschreiben Sie das Problem. Tropft es, rauscht es oder stinkt es? Oder läuft gar nichts mehr ab?

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