Villa oder Siedlungshaus: zwei Bauweisen, zwei Installationen
Zwischen 1906 und 1910 entstand in Kleinmachnow die Alte Zehlendorfer Villenkolonie. Später erschloss der Bauunternehmer Adolf Sommerfeld Siedlungsgebiete mit standardisierten Einfamilienhäusern in nahezu industrieller Bauweise. Ein Haus aus der Kolonie hat womöglich mehrere Etagen, Anbauten und einen eigenen Heizungsraum; ein Siedlungshaus folgt einem Grundriss, der sich in der Nachbarschaft wiederholt.
In einer Villa können Leitungen über Jahrzehnte stückweise erneuert worden sein, sodass neue Kunststoffrohre an alte Metallabschnitte anschließen. Diese Übergänge sind Stellen, an denen Dichtungen nachgeben können. Im Siedlungshaus sind die Leitungswege kurz und gleichen denen der Nachbarhäuser; Erfahrungen mit Armaturen oder Warmwasserbereitern lassen sich in der Straße austauschen.
