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Berliner Altbau

Bleileitungen im Altbau erkennen

Ein Haus mit Baujahr vor 1973 kann noch Bleirohre enthalten. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) beschreibt, woran man sie erkennt. Eine Sichtprüfung ersetzt aber keine fachliche Beurteilung.

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Woran Sie Blei erkennen können

  • Bleirohre erkennen Sie an ihrem silbergrauen Metall, das weicher ist als Kupfer oder Stahl.
  • Das LAGeSo nennt als weiteres Merkmal, dass sich die Oberfläche mit einem Messer leicht einritzen lässt und an der Kratzstelle hell glänzt.
  • Beim Klopfen klingen sie dumpf, und an den Verbindungen sitzen wulstige Lötstellen.
  • Den Ritztest überlassen Sie dem Fachbetrieb.
  • Für Sie genügt, genau hinzusehen und zu fotografieren: Das Material darf nicht beschädigt werden, und an laufenden Leitungen schrauben Sie nichts ab und schneiden nichts auf.

Wo Sie suchen

Im Keller lassen sich Bleileitungen am ehesten sehen, und zwar vor und hinter dem Wasserzähler. In der Wohnung können Leitungen in Wänden oder Schächten verlaufen und lassen sich dort nicht beurteilen. Verantwortlich für alles, was nach dem Wasserzähler als Hausinstallation folgt, ist die Eigentümerseite; Fragen zur Leitung davor klären Eigentümer mit den Berliner Wasserbetrieben.

Was die Trinkwasserverordnung verlangt

Bleileitungen müssen nach der Trinkwasserverordnung entfernt oder stillgelegt werden. Betreiber haben die Verbraucher über vorhandene Bleileitungen zu informieren, und Fachbetriebe müssen festgestellte Bleileitungen dem Gesundheitsamt anzeigen. Wer Mieter ist, kann bei der Hausverwaltung nachfragen, was über die Leitungen im Haus bekannt ist.

Behelf im Alltag

Als kurzfristiger Behelf gilt: Lassen Sie Wasser für Essen und Trinken zuerst ablaufen, bis es gleichmäßig kühl fließt. Das sind meist einige Minuten. Für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder empfiehlt das Amt vorübergehend Tafel- oder Mineralwasser. Das ersetzt nicht die Klärung der Leitungen.

Was Sie nicht selbst tun sollten

Sägen, Schleifen oder Erhitzen von Bleirohren überlassen Sie dem Fachbetrieb. Verbinden Sie neue Rohre nie selbst mit alten Bleiabschnitten, und schneiden Sie keine Probe heraus. Fotografieren Sie stattdessen die Leitung, den Zähler und die Stelle im Keller. Diese Bilder können Sie der Hausverwaltung schicken oder dem Fachbetrieb zeigen.

Was danach passiert

  • Hat ein Fachbetrieb das Material bestätigt, geht es um Entfernen oder Stilllegen der Leitung nach den anerkannten Regeln der Technik.
  • Dabei können Teilstrecken oder ganze Stränge ersetzt werden, etwa durch moderne Rohre.
  • Wer die Arbeiten beauftragt, ist im Mietshaus Sache des Eigentümers oder der Hausverwaltung.
  • Mieter sollten nachfragen und sich schriftlich Auskunft geben lassen; rechtlich berät der Mieterverein oder eine Anwältin beziehungsweise ein Anwalt.

Wann der Fachbetrieb gefragt ist

Sobald Sie eine Leitung für bleiverdächtig halten, lassen Sie sie von einem Fachbetrieb für Sanitär und Heizung beurteilen. Auch Austausch oder Stilllegung gehören in seine Hand, ebenso jede Arbeit an der Trinkwasser-Installation hinter dem Wasserzähler. Mieter melden den Verdacht schriftlich der Hausverwaltung.

Rufnummer abreißen, Problem melden

Nennen Sie unter 01579 2841433 Ihre Adresse. Beschreiben Sie Geruch, Geräusch oder Feuchtigkeit.

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