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Plattenbau & Neubau

Küchenabfluss im Plattenbau verstopft

Das Spülwasser steht im Becken, und der Nachbar eine Etage tiefer hat dasselbe Problem. Im Plattenbau teilen sich übereinander liegende Küchen einen gemeinsamen Abwasserstrang. Ob es an Ihrer Spüle liegt oder weiter hinten, lässt sich mit wenigen Beobachtungen eingrenzen.

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Erst der Siphon, dann der Strang

  • Die häufigste Stelle ist der Siphon unter der Spüle.
  • Stellen Sie einen Eimer darunter, lösen Sie die Verschraubungen von Hand und leeren Sie das Bauteil.
  • Setzen Sie es danach wieder dicht zusammen, mit unbeschädigter Dichtung.
  • Läuft das Wasser danach normal ab, war die Ursache hier.
  • Bleibt das Becken voll, liegt das Hindernis weiter hinten in der Leitung.
  • Ein Spülbecken mit zwei Wannen hat einen Doppelsiphon; reinigen Sie beide Zuläufe, denn Reste sitzen gern im zweiten, weniger beachteten Anschluss.
  • Prüfen Sie dabei auch das kurze Rohrstück zur Wand, in dem sich Fett als Schicht ablagert.

Fett als stiller Verursacher

Bratfett, Speiseöl und Soßenreste fließen warm ab und erstarren im kühlen Rohr. Mit der Zeit bildet sich ein Belag, der den Querschnitt verengt. Gerade in Küchen mit kurzen Anschlussleitungen zum Strang setzt sich das Fett an der ersten Biegung ab. Entsorgen Sie Fett daher über den Hausmüll, und wischen Sie Pfannen vor dem Spülen mit Küchenpapier aus. Haben Sie Fett über längere Zeit in den Ablauf gegeben, hilft ein einzelner Spülvorgang nicht mehr. Gießen Sie warmes Wasser mit etwas Spülmittel nach, und wiederholen Sie das einige Male, bevor Sie die Saugglocke benutzen.

Wenn Nachbarn mitbetroffen sind

Gluckert es im Spülbecken, wenn oben jemand die Waschmaschine laufen lässt, oder tritt Wasser in einer tieferen Etage aus dem Abfluss, sitzt die Verstopfung wahrscheinlich im gemeinsamen Strang. Dann hilft kein Hantieren an Ihrer Spüle. Sprechen Sie mit den Nachbarn und melden Sie das gemeinsam bei der Hausverwaltung, damit die Leitung gespült oder untersucht werden kann.

Saugglocke mit Maß

Bei einer Küchenspüle darf die Saugglocke zum Einsatz kommen. Verschließen Sie vorher den Überlauf mit einem feuchten Tuch, und füllen Sie so viel Wasser ein, dass der Saugnapf bedeckt ist. Mehrere gleichmäßige Stöße genügen. Chemische Abflussreiniger gehören nicht in die Leitung; sie belasten Dichtungen und Rohre und sind für den Fachbetrieb ein zusätzliches Risiko. Decken Sie das Spülbecken beim Pumpen nicht komplett ab, damit Sie sehen, ob sich das Wasser bewegt. Pumpen Sie ohne zu ruckeln, und hören Sie auf, wenn Wasser über den Rand drückt; zu viel Druck kann Anschlüsse im Unterschrank lösen.

Gerüche und Geräusche deuten

  • Ein fauliger Geruch aus der Spüle weist auf Ablagerungen im Siphon oder im ersten Rohrstück hin.
  • Gurgelt es dagegen auch im Bad, hängt das Problem vermutlich an der Belüftung oder am Strang.
  • Notieren Sie, in welcher Reihenfolge die Auffälligkeiten auftreten; das hilft der Verwaltung bei der Meldung.
  • Halten Sie fest, wann das Becken zuletzt normal ablief; das hilft dem Fachbetrieb bei der Suche.

Wann der Fachbetrieb gefragt ist

Bleibt das Becken nach Siphonreinigung und Saugglocke voll, tritt Wasser bei Nachbarn aus oder riecht es nach Abwasser, ist ein Fachbetrieb gefragt. Er kann den Strang spülen und mit einer Kamera prüfen. Beauftragen lässt sich das im Mietshaus über die Hausverwaltung.

Wasser im Keller? Zettel ab

Rufen Sie 01579 2841433 an. Sagen Sie, wo das Wasser steht. Läuft es noch nach? Woher kommt es vermutlich?

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